Kamerasysteme in Bin Picking Anlagen

Die passende Brille für den Roboter

Wenn der Roboter richtig greifen soll, dann muss er erst mal gut „sehen“. Damit das möglich ist, benötigt er eine Kamera und manchmal sogar zwei. Die richtige Kamerawahl ist wie die Suche nach einer passenden Brille. Es gibt ein breites Spektrum an Kamerasystemen auf dem Markt. Die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit sollte vor allem unter dem Fokus des Nutzens bewertet werden. 3D ist nicht besser wie 2D, wenn die Anwendung es nicht erfordert . Die Wahl der richtigen Kamerasysteme ist also ein wichtiger Punkt.

Bei der bsAutomatisierung kommen daher die verschiedensten Kamerasysteme zum Einsatz. In unseren Bin Picking Zellen werden zur Zeit 3D Systeme verwendet. 2D Systeme kommen nur dann zum Einsatz, wenn Farbe benötigt wird.

In diesem und im nächsten Beitrag gehen wir auf die Vorteile der Anwendung eines 3D Kamerasystems in der Automatisierung, speziell im Bin Picking ein. Daneben besprechen wir das Thema Punktwolke und die Anwendung von Farbe .

Roboter können bereits viele aufwendige Aufgaben durchführen. Um ein Teil zu greifen und zu platzieren, werden unterschiedlichste Greifer oder Sauger genutzt. Da Roboter jedoch weder sehen noch denken können, benötigen sie die Infos über Ort und Lage von der Bildverarbeitung. Diese sind für die Steuerung des Arms notwendig. Ohne diese kann der Roboter, die für uns Menschen simple „Pick and Place“ Anwendung nicht durchführen. Doch wie kann der Roboter nun gezielt zugreifen?

Intelligent automatisierte Interaktion

Wir Menschen sind aus gutem Grund mit zwei Augen ausgestattet, denn nur so können wir räumlich sehen und Entfernungen einschätzen. Was für uns ganz natürlich ist, ist für die Aufgabe des Pick and Place mit Robotern und Kamerasystemen eine sehr komplexe Aufgabe. Denken Sie an die Entwicklung von Menschen.

Babys haben noch kein Gefühl dafür, ob etwas nah bei ihm liegt oder weiter entfernt liegt. Auch ob etwas groß oder sehr klein ist. Sie greifen zunächst oft daneben, bis sie das Spielzeug richtig gegriffen haben. Erst durch Probieren und die Übung wird das Einschätzen von Entfernungen und Größen trainiert und optimiert.

Der Roboter muss also wie ein Baby erst lernen, gezielt dorthin zu greifen, wo sich ein Teil befindet.

Für mehr Details siehe Infofeld „Augen-Hand-Koordination“

Kalibrierte 3D Kamerasysteme

Gerade bei 3D Kamerasystemen beschleunigt es den Projektablauf enorm, wenn auf fertig kalibrierte 3D Kamerasysteme zurückgegriffen wird.

Zwei Kamerasysteme, die unter anderem bei unseren Bin Picking-Zellen häufig zum Einsatz kommen sind:

  • Ensenso 3D Kameras von IDS Imaging Development Systems GmbH
  • PhoXi 3D Scanner von Photoneo Inc.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie im nächsten Blogbeitrag „3D Kamerasysteme im BinPicking“

Verfasser: Rolf H. / Bearbeiter: Cornelia F. / Manfred S.

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